von Ronald Boda, ASBÖD
Gestern Abend wurde von der FF Perersdorf der diesjährige Abschnittsfeuerwehrtag ausgerichtet. Zahlreiche Ehrengäste aus lokaler Prominenz, Politik und Feuerwehrwesen waren gekommen, um einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu machen.
BR Gerald Gaupmann konnte den Abend pünktlich um 19:00 Uhr eröffnen und übergab nach der Begrüßung der Ehrengäste und dem Totengedenken das Wort an die gastgebende Bürgermeisterin von Pyhra Monika Fischer. Diese stellte die Gemeinde ausführlich vor. Auch der Hausherr - HBI Stefan Haubenwallner - erhielt die Möglichkeit, "seine" Feuerwehr vorzustellen.
Die Leistungsbilanz des vergangenen Jahres wird hoffentlich einen vergänglichen Höhepunkt darstellen. Das Hochwasser hat für eine deutliche Steigerung an Einsätzen gesorgt:
- 142 Brandeinsätze (+65)
- 1.687 technische Einsätze (+ 1.244)
- 25 Brandsicherheitswachen (- 7)
- 17 Fehlararme (+/- 0)
- 30 Schadstoffeinsätze (+12)
waren im Jahr 2024 zu verzeichnen.
In der Gesamtbilanz wurden bei 1.901 Einsätzen von 8.361 Mitgliedern 16.609 Stunden geleistet, was einem Plus von 10.219 Stunden gegenüber dem Vorjahr entspricht!
Erfreulich hat sich der Mitgliederstand entwickelt. Immerhin konnten wir im Vorjahr 20 neue Mitglieder in unseren Reihen begrüßen!
Ehrungen & Ernennungen
Auch dieser Abschnittsfeuerwehrtag wurde genutzt, um zahlreiche Ehrungen und auch einige Ernennungen vorzunehmen. So wurde BM Niklas Scheidinger (FF Böheimkirchen-Markt) zum neuen ASB Ausbildung ernannt.
Zahlreiche Mitglieder erhielten Ehrenzeichen für vieljährige verdienstvolle Tätigkeiten auf dem Gebiet des Feuerwehr- und Rettungswesens. Von LH Johanna Mikl-Leitner erhielten alle Feuerwehren als Zeichen ihrer Wertschätzung für den vorbildlichen Einsatz während der Hochwasserkatastrophe eine Urkunde.
Die langjährige Tradition der Feuerwehren wurde besonders deutlich, als die Feuerwehren Ausserkasten-Furth und Maria Jeutendorf-Mauterheim für ihr 125-jähriges Bestehen geehrt wurden.
Ansprachen
Als erstes bedankte sich Helmut Gabler vom Roten Kreuz für die stets gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren. Ohne diese wären so manche Rettungseinsätze gar nicht möglich (Stichwort Türöffnung).
Ähnlich äußerte sich Chefinspektor Leopold Schweiger, der froh darüber ist, dass die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren stets unkompliziert und reibungslos verläuft.
Seitens der BH sprach Mag. Josef Kronister von einer beeindruckenden Bilanz. Wir können uns glücklich schätzen, in einer privilegierten Region zu leben, wo es nicht mehrere Tage dauert, bis Hilfe vor Ort ist. In anderen Ländern sei dies bei ähnlichen Katastrophen nicht so.
Landtagsabgeordnete Doris Schmidl führte in ihrer Ansprache aus, dass Feuerwehren eine besondere Wertschätzung verdienen.
In seiner Abschlussrede erzählte BR Max Ovecka, dass allein am ersten Tag der Hochwasserkatastrophe 6.000 Anrufe in der Alarmzentrale St. Pölten eingelangt seien. Ich bin stolz, Teil der Freiwilligen Feuerwehren zu sein, sagte er, und wünschte den Ernannten viel Kraft für ihre neuen Funktionen.
Abschluss
Nach dem offiziellen Teil wurden alle Teilnehmenden mit einer kleinen Jause und Getränken versorgt. Das bot die Gelegenheit, sich auszutauschen und in entspannter Atmosphäre den Abend in Begleitung von Hausmusik ausklingen zu lassen.